Wettkampf Prognose
Gib ein Rennergebnis ein — und erhalte deine prognostizierten Zeiten und Paces für alle wichtigen Distanzen, von 1 km bis Marathon. Berechnet nach der Riegel-Formel.
Wähle deine bekannte Distanz, trage deine Zeit ein — der Rechner prognostiziert deine Zeiten für die übrigen Distanzen nach der Riegel-Formel (t₂ = t₁ · (d₂/d₁)1,06).
Deine Zeit für diese Distanz
So funktioniert die Wettkampf-Prognose
Die Wettkampf-Prognose beantwortet eine der häufigsten Fragen im Laufsport: „Was bedeutet mein 10-km-Ergebnis für den Halbmarathon?" Grundlage ist die Riegel-Formel, ein bewährtes Modell, das aus einem bekannten Rennergebnis die Zeit für eine andere Distanz hochrechnet.
Die Riegel-Formel im Detail
Die Formel lautet t₂ = t₁ · (d₂/d₁)1,06. Dabei ist t₁ deine bekannte Zeit über die Distanz d₁ und t₂ die gesuchte Zeit über die Zieldistanz d₂. Der Exponent 1,06 sorgt dafür, dass längere Strecken überproportional mehr Zeit kosten — er bildet den natürlichen Tempoabfall mit zunehmender Belastungsdauer ab. Genau diese Rechnung führt der Rechner oben für jede Zieldistanz automatisch aus.
Warum die Prognose mit der Distanz ungenauer wird
Je größer der Sprung zwischen bekannter und gesuchter Distanz, desto stärker weicht die Vorhersage von der Realität ab. Der Grund: Eine reine Formel kennt deine individuelle Ausdauer nicht. Über kurze Strecken zählt vor allem das Tempo, über lange Strecken entscheiden Energiebereitstellung, Renntaktik und die Anzahl gelaufener Trainingskilometer. Eine 5-km-Zeit lässt den 10-km-Wert sehr treffsicher vorhersagen — eine Marathon-Prognose aus derselben 5-km-Zeit ist dagegen nur eine grobe Obergrenze für sehr gut ausdauertrainierte Läufer.
Training schlägt Formel
Die Prognose zeigt, was rechnerisch möglich ist — den Weg dorthin geht nur, wer regelmäßig und gezielt trainiert. Vor allem konstante lange Läufe sind die Voraussetzung dafür, dass die Hochrechnung über längere Distanzen überhaupt aufgeht. Strukturierte Pläne und Tempoeinheiten findest du in unserem Bereich Training. Und wenn du deine Prognose unter echten Bedingungen testen willst, findest du passende Läufe in unserer Event-Übersicht.
Häufige Fragen zur Wettkampf-Prognose
Wie genau ist die Wettkampf-Prognose?
Die Prognose nach der Riegel-Formel ist am genauesten, wenn die Zieldistanz nahe an der eingegebenen Distanz liegt — etwa von 5 km auf 10 km. Je größer der Sprung (zum Beispiel von 5 km auf den Marathon), desto stärker weicht die Vorhersage von der Realität ab, weil Ausdauer, Renntaktik und Verpflegung dann eine viel größere Rolle spielen. Als Orientierungswert ist die Prognose sehr brauchbar, eine konkrete Zielzeit solltest du aber immer mit deinem Training abgleichen.
Welche Distanz sollte ich als Basis nehmen?
Nimm ein möglichst frisches, voll ausgelaufenes Wettkampfergebnis als Grundlage — idealerweise eine Distanz, die deinem Zielwettkampf nahekommt. Für eine 10-km-Prognose eignet sich ein aktuelles 5-km- oder 10-km-Ergebnis am besten. Für eine Marathon-Prognose ist ein Halbmarathon-Ergebnis deutlich aussagekräftiger als eine 5-km-Zeit.
Warum ist der Marathon schwerer vorherzusagen?
Über die Marathondistanz wird die reine Tempofähigkeit zur Nebensache — entscheidend ist, ob dein Körper die Energieversorgung über mehr als zwei Stunden aufrechterhalten kann. Faktoren wie Kohlenhydratspeicher, Flüssigkeitshaushalt und die Kilometer im Training (vor allem lange Läufe) bestimmen das Ergebnis stärker als jede Formel. Die Riegel-Prognose liefert daher beim Marathon eher die theoretische Bestmarke unter idealen Bedingungen.
Was bedeutet der Exponent 1,06 in der Riegel-Formel?
Der Exponent beschreibt, wie stark dein Tempo mit zunehmender Distanz nachlässt. Ein Wert von 1,0 würde bedeuten, dass du jede Distanz exakt gleich schnell läufst — das ist unrealistisch. Der empirisch ermittelte Wert von 1,06 bildet ab, dass längere Strecken überproportional mehr Zeit kosten. Für sehr gut ausdauertrainierte Läufer kann der reale Wert etwas niedriger liegen, für weniger Ausdauertrainierte höher.
Kann ich die Prognose auch zur Zielzeit-Planung nutzen?
Ja. Gib dein aktuelles Wettkampfergebnis ein und lies die prognostizierte Zeit für deine Zieldistanz ab — das ergibt eine realistische Zielzeit für die Renneinteilung. Plane den Wettkampf aber nicht exakt auf die Sekunde nach der Prognose, sondern lass einen kleinen Puffer und starte lieber etwas verhaltener (Negative Split).
Ersetzt die Prognose einen Trainingsplan?
Nein. Die Prognose zeigt, was auf Basis deiner aktuellen Form rechnerisch möglich ist — sie sagt nichts darüber aus, wie du diese Form erreichst oder verbesserst. Wer eine längere Distanz angeht, braucht vor allem regelmäßige lange Läufe und einen strukturierten Trainingsaufbau. Die Formel ist das Messinstrument, der Trainingsplan der Weg dorthin.